Mittwoch ist Donnerstag und VW Aufsichtsrat Pötsch mauschelt nicht

Wozu wird die Gewinnausschüttung überhaupt auf der Hauptversammlung diskutiert, wenn die Überweisungen der Gewinne schon längst veranlasst sind?

Am Mittwoch, den 22.06.2016 bin ich zur Hauptversammlung der VW nach Hannover gefahren, um die m.E. zu hohe Gewinnausschüttung zu verhindern. Ich wollte dort meinen Gegenantrag zu TOP2 der Tagesordnung begründen.

Ich erlebte einen frustrierenden Tag. Dabei frustrierte der Aufsichtsratschef Pötsch die Kleinaktionäre dem Anschein nach vorsätzlich, durch gezielte Manipulationen.

Eine Woche später erhalte ich dann Post von meiner Bank. Diese besagt, dass die Dividendengutschrift bereits am Mittwoch 22.06.2016 eingereicht wurde. Fünf Minuten vor Mitternacht? Gleich nachdem der entsprechende Beschluß der Hauptversammlung feststand? Und dann wird sogar das Bestätigungsschreiben der Bank an mich noch am Mittwoch produziert? Wohl kaum! Die Dividendengutschrift wird zur Geschäftszeit der Bank eingereicht worden sein, also Stunden bevor der entsprechende Beschluß der Hauptversammlung gefällt war!

Um die Zahlung zum Stichtag Donnerstag, den 23.06.2016 zu veranlassen, hätte VW die Bank sicherlich noch am Donnerstag, also nach der Abstimmung benachrichtigen können. Egal wie abgekartet die Hauptversammlung war – sie hätte dann weniger abgekartet ausgesehen.

Wenn es den Dieselskandal und die Bremsenthematik nicht gäbe, dann würde ich mir ein so dreistes, so dummerhaftiges Vorgehen nicht vorstellen können!

Da haben wohl wieder ein paar Mitarbeiter im mittleren Management aus eigener Initiative manipuliert! Der Chef des Ausichtsrats Pötsch hat sicherlich nichts damit zu tun. Sicher!

Beleg für das Gesagte: auf den 22.06. datiertes Schreiben der Postbank. Damit gebe ich preis: mein erster Kauf von VW-Aktien war eher ein Versuchsballon. Ich gedachte ggf. nach der Hauptversammlung nachzukaufen. Davon hat mich VW aber nicht überzeugt.Dividendengutschrift

 

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