Herbert Diess deckt Elektromonster – Skandal auf

Whistleblower Herbert Diess warnt, der als ökologisches Vorzeigeauto geplante Audi e-tron sei zu einem Elektromonster pervertiert worden.

(Version Française) Bereits im Weihnachtsurlaub ist Vorstandschef Diess demnach der Verdacht gekommen, dass es Unstimmigkeiten mit dem Gesamtgewicht des e-tron gäbe. Sein Hinweis führte zu gründlichen Überprüfungen, die zur Aufdeckung umfangreicher Manipulationen führten. Den Erkenntnissen der VW-internen Revision zur Folge hat es eine Verschwörung von Führungskräften unterhalb der Vorstandsebene gegeben, die ohne Wissen des Vorstands heimlich den Audi e-tron in ein Elektromonster verwandelt haben. Wie es diesen Missetätern gelang, zusätzliche Komponenten mit insgesamt rund 1 Tonne Gewicht heimlich in das Fahrzeug zu schummeln, ist noch zu klären. Durch diese Manipulation hat sich das ursprünglich 1,6 Tonnen schwere Automobil in ein Elektromonster von 2,6 Tonnen verwandelt. Um die Manipulation zu vertuschen, haben die Verschwörer die Leistung heimlich von geplant 200 PS auf 408 PS mehr als verdoppelt.

Damit wurde die zusätzliche Masse sogar überkompensiert, wodurch die Verschwörer die Höchstgeschwindigkeit des e-tron von geplant 130 Km/h auf 200 Km/h steigern konnte.

Herbert Diess reagierte schockiert auf die Manipulationen: „Die allermeisten Fahrer von Elektroautos wollen nicht schnell fahren, weil das schon wegen der Reichweite keinen Sinn macht. Deshalb sehe ich keinen Markt für elektrische Rennwagen. Aus diesem Grunde habe ich ja auch Sandra Maischberger erklärt, dass ein Tempolimit gar nicht benötigt wird. Aus meiner Sicht wird sich das selber regulieren.“ (Diess bezog sich auf die Maischberger – Sendung von 18.12.2019)

Diess ist besonders empört, dass die Verschwörer ihn wie einen Trottel dastehen liessen: „Den Weihnachtsurlaub habe ich in Norwegen verbracht, um mir persönlich ein Bild von der Wintertauglichkeit des e-tron zu machen. Als ich dort auf eine Fähre auffuhr, sprach mich der Kapitän auf das Gewicht des E-tron an. Seine Fähre hatte sich wohl beim Auffahren stark geneigt. Er habe ja schon viele SUV gesehen, aber keines, dass an die 3 Tonnen wöge. Ich wollte ihn aufklären, dass der e-tron nur 1,6 Tonnen wiegt, und dass ich persönlich für dessen ökologisches Konzept mitverantwortlich bin. Da hat der Kapitän nur gelacht! Und eine Flasche Aquavit dagegen gewettet. Diese Wette habe ich verloren. Es war so peinlich. Und ich ärgere mich über mich selbst – ich hätte ja auch schon früher einmal in den Fahrzeugschein schauen können. Aber wer kommt schon auf die Idee, dass die eigenen Mitarbeiter einem eine zusätzliche Tonne unterschieben könnten?“

Herbert Diess fühlt sich von seinen Untergebenen persönlich hintergangen:

„Ich kann nur bekäftigen, was ich bereits auf der VW-Hauptversammlung im Mai sagte: Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung der Menschheit. Wenn wir die CO2-Emissionen nicht signifikant senken, wird das verheerende Folgen für die nächsten Generationen haben. Deshalb war es mir ein persönliches Anliegen, dass der e-tron die Vorteile des Elektroantriebs auf ökologisch vernünftige Weise ausspielt. Ich habe unseren Entwicklern vertraut, dass sie die ausdrücklichen Vorgaben einhalten. Deshalb ist ja auch der CUPRA e-Racer, den wir auf der Hauptversammlung 2018 gezeigt haben, eine reine Studie geblieben. Deshalb habe ich den e-tron auf der Hauptversammlung als gelungene Antwort auf die Klimakrise herausgestrichen. Und auch den Porsche Taycan. Ja, der Taycan ist leider auch von der Elektromonster-Thematik betroffen.“

über den CUPRA e-Racer

Auf direkte Nachfrage zum CUPRA e-Racer äusserte sich Diess wie folgt: „Ja, es mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen, wenn ich Ihnen heute versichere, dass ich keinen Markt für elektrische Rennwagen sehe, nachdem wir 2018 auf der Hauptversammlung mit dem e-Racer das erste vollelektrische Rennfahrzeug vorgestellt haben. Aber bereits ganz früh in dessen Entwicklung hat unsere Marktforschung erkannt, dass kaum ein Dutzend Menschen in Deutschland so ein Fahrzeug privat fahren wollen würde. Ja, genau, ich persönlich bin in diesem Dutzend bereits mitgezählt. Beim e-Racer geht es also genauso wenig um ein verkäufliches Produkt wie bei einem Rennwagen der Formel 1. Auf dem Nürburgring, auf den Rennstrecken dieser Welt wird auch zukünftig sehr schnell gefahren werden. Aber eben auch dort vollelektrisch. Dafür brauchen wir den e-Racer. Da ist kein Widerspruch. Das hat nichts mit der Elektromonster-Thematik zu tun. FridaysForFuture und ScientistsForFuture gehören ja alle meine Sympathien. Doch wenn diese jetzt gegen den CUPRA e-Racer demonstrieren, dann geht das am Kern des Problems vorbei.

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