Archaische Kämpfer

Die Bundeswehr braucht archaische Kämpfer. (Inspekteur des Heeres i.R. Hans-Otto Budde, Welt am Sonntag.)

Budde meint vermutlich nicht archaisch im Sinne von veraltet. Auf die der Klassik vorangehende Epoche der griechischen Kunst wird er sich ebenfalls nicht beziehen. Es bleibt also nur „altertümlich“ übrig, der erste Vorschlag meines Brockhauses.

Da wird mir Angst und Bange!

Die deutschen Kämpfer, die sich mit dem über 14.000 Jahre alten, also ausgesprochen altertümlichen Symbol der Swastika schmückten, und sich mit altertümlicher nordischer Mythologie befassten, handelten ausgesprochen altertümlich, indem sie moderne Konzepte wie Menschenrechte, Folterverbot, Habeus-Corpus-Rechte, Wahlrecht, Meinungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Wohnung und dergleichen ablehnten.

Die einzigen Konzepte aus dem Zeitalter der Aufklärung, die diese altertümlichen Kämpfer übernahmen, waren das Konzept des Staatsterrors, und das Konzept der Massenexekution. Und diese Konzepte modernisierten sie auf grauenhafte Weise.

Können altertümliche Kämpfer ein tragfähiges Konzept für die Zukunft sein? Nein! Dieser Gedanke ist vollkommen absurd.

Es gibt keinen vernünftigen Grund, vom Konzept des Staatsbürger in Uniform abzuweichen.

Eine interessante Kontroverse zwischen Oberstleutnant Jürgen Rose und der Bundeswehrführung zu diesem Thema wird bei heise.de dargestellt.

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