The Big Bang Theory

Ich sehe mit Vergnügen die US-amerikanische Sitcom Big Bang Theory. Ich kann mich mit diesen Nerds gut identifizieren. Ihre Welt wird nicht nur wohlwollend – sympathisch dargestellt, sie erscheint sogar realistisch.

Besonders gut kann ich mich mit der Figur des Howard Joel Wolowitz identifizieren, dem einzigen Ingenieur unter promovierten Physikern. Weil Howard dauernd von seiner Episode im Weltraum spricht, hatte ich seiner Figur eine Rakete in die Hand gedrückt, und ihn zum ersten Avatar meines Twitter-Accounts gemacht. Diese Rakete passt auch gut zu meiner Episode am Atomraketenwerfer, von der ich dauernd spreche. (Stand März 2016: Das Profilfoto auf Twitter ist ersetzt, im Bild von Howard vor der WG wurde offenbar nur der dänische Klötzchen-Hersteller erkannt, und nicht die Sitcom.)

Anbei Bilder der Helden, in Form von Figuren des dänischen Klötzchen-Herstellers. Screenshots der Serie dürfte ich hier nicht zeigen, Fotos dieser Figuren schon.

Die Identifikation hat jedoch enge Grenzen, und als Vorbild taugen diese Nerds wirklich nicht. Denn vollkommen apolitisch angelegt, nutzen diese fiktiven Gestalten ihren Verstand kaum einmal für eine sinnvolle Sache.

Diese Sitcom war laut Wikipedia im Jahre 2014 in der werberelevanten Zielgruppe in Deutschland die meistgesehene Fernsehserie. Die Produzenten machen also einen guten Job. Dazu gehört, dass sie nicht nur erkannt haben, dass nerdige Technikverliebtheit In ist, und kommerziell gut vermarktbar, sondern sie haben auch erkannt, dass politische Themen Out sind, und der Quote abträglich wären. Folgerichtig wird Politik in dieser Sitcom vollständig ausgeblendet.

Damit verkörpert Big Bang Theory perfekt das Neo-Biedermeier und seine Flucht ins Private.